Am 17. und 18. April 2026 findet an der Constructor University Bremen (Campus Ring 1, 28759 Bremen) das diesjährige Artfest unter dem Motto „Roots & Routes – Journeys in Motion, Pilgrimage, and Serendipity“ statt. Von mir gibt es dort die Konzeptkunstwerke „Die Bremer Stadtmusikanten“ und „Megacity“ zu sehen.

Öffnungszeiten:

  • 17. April 2026 | 18:00 – 22:30
  • 18. April 2026 | 12:00 – 21:00

Die Bremer Stadtmusikanten

Worum geht es? Vier im Alter schlecht behandelte Haustiere laufen fort, um in Bremen Stadtmusikanten zu werden – kommen aber nie an, weil es ihnen auf dem Wege gelingt, eine Räuberbande zu besiegen und fortan in deren Haus zu leben.

Ein Märchen (das mittelhochdeutsche „Mære“ meint Kunde, Bericht oder Nachricht) erzählt meist mündlich über eine wundersame Begebenheit. Als poetisches Gebilde kann ein Märchen phantastische Elemente wie sprechende und handelnde Tiere, Zaubereien, Hexen, Riesen, Zwerge, Geister und Fabeltiere enthalten und auf sozialrealistische oder -utopische und gesellschaftliche Bedingungen hinweisen.

Die Deutsche UNESCO-Kommission hat das Märchenerzählen im Dezember 2016 in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

Das Märchen „Die Bremer Stadtmusikanten“ bietet Identifikationsmöglichkeiten für alle Altersgruppen: für die Kleinsten die Freude am Singen und Musizieren, für Schulkinder erste Anregungen, über Gerechtigkeit und Bedürfnisse nachzudenken, für Erwachsene Denkanstöße zur realistischen Einschätzung von Situationen, Wahrnehmung von Erkenntnissen und Gefühlen, Analysieren möglicher Optionen, Entscheidungsmanagement, Führung, die Wahl geeigneter Zeitpunkte, Gemeinschaft, das Unterwegs-Sein, Planänderungen und Entschlüsse, Kompetenz-Einsatz, Turning Points und Zufall. Für Juristen stellen sich vielleicht Fragen zu Hausfriedensbruch, Eigentumsrecht und mehr…

Mehr Stadtmusikantenbilder

Mit diesen auch heute noch wichtigen Kompetenzen konnten die Bremer Stadtmusikanten schon vor mehr als 200 Jahren punkten:

Megacity

„Megacity“ zeigt eine künstliche Skyline vor künstlichem Himmel.

Inspiriert hat mich eine Serie von Fotografien, die ich vor Jahren rund um die Welt aufgenommen hatte. Bei Sichtung und Vergleich fand ich die meisten Städte beeindruckend ähnlich – dieselben Hotels, dieselben Geschäfte, dieselben Restaurants und fragte mich, ob dies das Ziel des Reisens sei…

Mehr Megacities:

Die Entstehung „Megacities“ Serie

Unterwegs rund um die Welt fotografierte ich zahlreiche Skyline-Fotos, die schon nach kurzer Zeit kaum noch auseinander zu halten waren. So entstand die Idee, das Thema malerisch zu abstrahieren. Der nächste Schritt war die Einbeziehung des Computers, um Megacities per Knopfdruck zu erzeugen. Dabei komponiert mein Computerprogramm Farbwerte und -verläufe sowie die Anordnung der „Gebäude“ per Zufall.

Das Projekt brachte mich zum Nachdenken über den Wert des Reisens – finden wir doch heute anderswo oft genau das, was wir zu Hause zurückgelassen haben.

Online-Ausstellung