Beim diesjährigen Kunsthafen Walle zeige ich unter anderem die Installation „Die Welt ohne uns“.

Inspiriert durch das Sachbuch „Die Welt ohne uns“ des amerikanischen Autors Alan Weisman setzte ich mich mit den darin beschriebenen Gedankenexperimenten auseinander.

Es geht um den Verfall menschengeschaffener Artefakte, um Änderungen der Vegetation und des Wasserhaushalts und ein insgesamt neu enstehendes Gleichgewicht aller Systeme. Wie lange bleiben unsere Gebäude und Städte bestehen, wenn niemand erhaltend eingreift? Welche Tiere werden sich ausbreiten und welche werden aussterben? Welche Wege würde sich das Wasser suchen, wenn es nicht mehr von Menschen geleitet und eingedämmt würde?

Aus der Beschäftigung mit den im Buch beschriebenen Thesen entstanden mit Hilfe eines selbstentwickelten Computerprogramms Varianten der Vision von sich abbauenden Städten, von Pflanzen überwucherten Häusern und steigenden Wasserspiegeln.

Ein Thema, das uns alle betrifft.

Die erhaltenen Ergebnisse waren am 13. und 14. 11.2021 in einer dreiteiligen Installation im Keller des ehemaligen Kaba-Werks Bremen zu sehen (sh. Beitragsbild).

An den Öffnungstagen konnten sich Interessierte im Rahmen von individuellen Mini-Performances jeweils eine Seite aus dem ideengebenden Buch vorlesen lassen und ihre Gedanken dazu teilen.

Quellen:

  • Deutsch: Alan Weisman, Die Welt ohne uns. Reise über eine unbevölkerte Erde. Piper, München 2007, ISBN 978-3-492-05132-3
  • Englisch: Alan Weisman, The World without us. Thomas Dunne Books, New York 2007, ISBN 978-0-312-34729-1

Weitere serielle Projekte: www.generatio.org